E3505-25 ist da
Ein intelligenterer Standard für die Bewertung der CT-Bildqualität
In diesem Artikel:
- ASTM E3505-25 setzt neue Maßstäbe für die CT-Bildgebung: Der neu veröffentlichte Standard ASTM E3505-25 führt einen einheitlichen Ansatz für die Bewertung der CT-Bildqualität ein, indem er visuelle und numerische Messgrößen kombiniert, darunter die Detailerkennungsempfindlichkeit (DDS), die Modulationsübertragungsfunktion (MTF) und die Kontrastunterscheidungsfunktion (CDF).
- Scheibenförmige IQIs ermöglichen eine konsistente Bewertung: Standardisierte Bildqualitätsindikatoren (IQIs) mit integrierten Mikrolöchern ermöglichen eine präzise Messung der Leistung von CT-Systemen, eine zuverlässige Erkennung von Merkmalen mit einer Größe von nur 63 µm und einen konsistenten systemübergreifenden Vergleich.
- Waygate Technologies automatisiert die Compliance: Die RAD-Systeme von Waygate sind bereits auf E3505-25 abgestimmt und bieten automatisierte Bildqualitätsprüfungen und integrierte MTF/CDF-Auswertungen in einem einzigen Scan – dies optimiert Arbeitsabläufe und verbessert die Entscheidungsfindung in industriellen und medizinischen CT-Anwendungen.
ASTM International veröffentlicht neuen Standard für CT-Bildgebung: E3505-25
Im Juli 2025 veröffentlichte ASTM International die Norm E3505-25, eine neue Standardpraxis zur Verbesserung der quantitativen Bewertung der Bildqualität in der Röntgen-Computertomographie (CT). Diese Norm bietet eine systematische Methode zur Bestimmung der Detailerkennungsempfindlichkeit (DDS) und zur Berechnung der numerischen Erkennungsgrenze (DDSLimit) in CT-Bildschnitten.
Die Norm führt die Verwendung von Bildqualitätsindikatoren (IQIs) ein – insbesondere scheibenförmige IQIs (flache, rechte zylindrische Körper) mit präzise dimensionierten runden oder quadratischen Löchern. Diese IQIs dienen als Referenzobjekte zur Bewertung, wie gut feine Details in CT-Scans erkannt werden können.
Zur Unterstützung einer umfassenden Bewertung der Bildqualität beschreibt E3505-25 auch Verfahren zur Messung von:
- Modulationsübertragungsfunktion (MTF) – quantifiziert die Fähigkeit des Systems, unterschiedliche Detailstufen (räumliche Auflösung) wiederzugeben.
- Kontrastunterscheidungsfunktion (CDF) – bewertet die Fähigkeit des Systems, Objekte unterschiedlicher Dichte zu unterscheiden.
- Kontrast-Detail-Diagramm (CDD) – visualisiert die Beziehung zwischen Objektkontrast und Größe für die Erkennbarkeit.
Diese Messungen stammen alle aus demselben CT-Scan, wodurch Konsistenz gewährleistet ist und die genaue Berechnung der numerischen Nachweisgrenze ermöglicht wird, einer wichtigen Kennzahl für zerstörungsfreie Prüfungen (NDT), industrielle CT- und medizinische Bildgebungsanwendungen.
Detailerkennungs-Empfindlichkeit - DDS
Dieses Bild zeigt einen Querschnitt aus einem CT-Scan eines scheibenförmigen Bildqualitätsindikators (IQI). Der IQI verfügt über Reihen winziger Löcher, die sternförmig angeordnet sind. Jede Reihe enthält 9 Löcher mit unterschiedlichem Durchmesser. Die kleinste Lochgröße, bei der alle 9 Löcher noch deutlich zu erkennen sind, beträgt 63 Mikrometer (µm). Das bedeutet, dass die Detailerkennungsempfindlichkeit des Scans 63 µm beträgt – mit anderen Worten: Der Scan kann Merkmale, die kleiner als 63 µm sind, zuverlässig erkennen.
MTF-, CDF-, CDD- und DDS-Grenze
Im Idealfall wird die Größe der Sichtbarkeitslöcher durch den CDD vorhergesagt, der das Verhältnis von CDF und MTF angibt. Weitere Details finden Sie unter: Wie lässt sich die Bildqualität in CT-Bildern beschreiben?
Der CDD gibt an, welchen relativen Kontrast ein Loch aufweisen muss im Objekt , damit es vom menschlichen Auge unter den Scanbedingungen erkannt werden kann. Der relative Kontrast, den ein leeres Loch im Objekt bietet, beträgt 100 %. Daher ist die Merkmalsgröße, bei der die CDD 100 % bei der Größe des kleinsten Lochs erreicht, das voraussichtlich gesehen wird, die DDSLimit.
Ein wichtiges Detail wird in diesem Diagramm deutlich. Sowohl MTF als auch CDF tragen zur Detailauflösungsempfindlichkeit bei, d. h., dasselbe DDSLimit kann für verschiedene Kombinationen von CDF und MTF erreicht werden. Mit anderen Worten: Bis zu einem gewissen Grad kann ein gutes Kontrast-Rausch-Verhältnis (CNR) eine mäßige Auflösung ausgleichen und umgekehrt.
Einblicke von Experten
„Der E3505-25 ist ein bedeutender Fortschritt bei der Standardisierung der CT-Bildqualität. Durch die Kombination visueller und numerischer Methoden ermöglicht er Anwendern fundiertere Entscheidungen über die Systemleistung und Bildzuverlässigkeit.“
Holger Roth, Leitender Vertriebsmanager, Technischer Vertrieb
Die RAD-Systeme von Waygate Technologies sind bereits gut auf die Prinzipien der Norm E3505-25 abgestimmt. Die Automatisierungsfunktionen unserer CT-Plattformen ermöglichen die nahtlose Integration von visuellen DDS-, MTF- und CDF-Messungen – alles in einem Scan. Das bedeutet, dass unsere Kunden von der neuen Norm profitieren können, ohne ihre Arbeitsabläufe ändern zu müssen, und gleichzeitig tiefere Einblicke in die Systemleistung erhalten.
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